Schwerpunkte und Kompetenzen

Lesen Sie an dieser Stelle über die Kompetenzen und Schwerpunkte unserer 13 Kurkliniken.
Wir ergänzen unser Informationsangebot laufend, um Ihnen einen möglichst breiten Einblick zu bieten.
Betrachten Sie diese Ausführungen als eine kleine Auswahl aus unseren Konzepten, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben - nutzen Sie daher in jedem Fall das individuelle Gespräch mit Ihrer Kurberaterin bzw. Ihrem Kurberater .

Ergänzendes Angebot in der Klinik „Haus am Meer“ in Zingst: Umgang mit Verlust

Nach einer persönlichen Erfahrung ergriff die Leiterin der AW-Eltern-Kind-Klinik „Haus am Meer“ in Zingst die Initiative: Sie animierte das Kurleitungsteam, ihrem Beispiel zu folgen und eine Fortbildung in hypnosystemischer Trauerbegleitung zu absolvieren. Seit Mai 2012 hat die Eltern-Kind-Klinik „Haus am Meer“ in Zingst einen zusätzlichen Schwerpunkt im Profil: Umgang mit Verlust.

Es wendet sich an Patientinnen und Patienten, die vor kürzerer oder längerer Zeit den Verlust eines oder mehrerer nahestehenden Menschen erleben mussten. In Anlehnung an Roland Kachler (siehe u. a.: Kachler, Roland: Hypnosystemische Trauerbegleitung. Carl -Auer-Verlag: Heidelberg 2012) verstehen wir Trauerarbeit als ein „Pendeln“ zwischen den Polen Realisierung des Verlusts des „äußeren“ Menschen und Rekonstruktion der Beziehung zum „inneren“ Menschen, in der die Liebe weiterleben kann.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie individuelle Verlustsituationen und persönliche Bewältigungsstrategien in der zur Verfügung stehenden Zeit von drei Wochen berücksichtigt werden können.

Unser Konzept beinhaltet im Kern drei aufeinander aufbauende Gruppengespräche, wobei wir den im Folgenden dargestellten Ablauf nicht als Dogma, sondern als Grundorientierung verstanden wissen wollen. Selbstverständlich ist die Teilnahme an der Gruppe freiwillig, basierend auf der Entscheidung, sich hier erstens mit dem Verlustthema zu befassen und zweitens, dies in einer Gruppe zu tun. Wer es bevorzugt, sich nicht in der Gruppe mit dem Verlust auseinanderzusetzen, kann dieses auch in Einzelgesprächen tun.
Im ersten Treffen stehen das gegenseitiges Kennenlernen, das Erzählen der Geschichten und Erarbeiten einer Orientierung im Fokus. Durch wachsendes Vertrauen wird ein Rahmen geschaffen, in dem es möglich ist, seine Gefühle und Erinnerungen zu äußern – eine Voraussetzung, um im Weiteren eine Gestalt zu entwickeln, in der sie weiterleben können. Außerdem wird es als stärkend erlebt, nicht allein zu sein, sein Schicksal teilen zu können.
In den darauf folgenden Treffen werden mit den Teilnehmern Handlungsinstrumente erarbeitet, die den Umgang mit dem Verlust unterstützen. So werden den Teilnehmern beispielsweise Wege gezeigt, wie sie innerlich mit der geliebten Person in Kontakt treten können. Dieses Gefühl, den geliebten Menschen nicht verloren geben zu müssen, sondern die Liebe zu ihm weiterleben zu können, ist für die Teilnehmer ein ermutigender und tröstlicher Weg, sich mit der Trauer auseinanderzusetzen.

Nachdem Handlungsinstrumente gemeinsam erarbeitet und erlernt wurden, geht es um den Transfer in den individuellen Alltag sowie Schaffung einer Zukunftsperspektive. Dabei werden insbesondere Wege aufgezeigt, wie der Einbezug von Familienmitgliedern gestaltet, Gedenktage vorbereitet und Rituale gefunden werden können, die sowohl dem Erinnern als auch dem Weiterleben förderlich sind.

Weiterhin wird thematisiert, wie gegebenenfalls fachliche und soziale Unterstützung am Wohnort gefunden werden kann. Ergänzt wird die Gruppenarbeit durch prozessfördernde „Hausaufgaben“ und durch flankierende Einzelgespräche nach Bedarf.

Erste Erfahrungen bestätigen uns sowohl inhaltlich, als auch im methodischen Herangehen. Wenn auch vor Beginn manchmal Skepsis und Hemmungen geäußert werden, wird es jedoch im Verlauf nach Entstehen einer gewissen Vertrautheit als erleichternd erlebt, bisher Unausgesprochenen aussprechen zu können und Schicksalsgenossen zu haben, mit denen man sich austauschen, von deren Erfahrungen man profitieren kann.

Eltern-Kind-Vorsorgeklinik „Haus am Meer“:
Tel. 038232 820-0 ♦ E-Mail: haus-am-meer@aw-kur.dewww.kurhaus-zingst.dewww.aw-kur.de

 

Neues Angebot im „Kurhaus Baltic“ in Großenbrode: Elterncoaching und Elterntraining

Viele Eltern fahren in die Kur, um Kraft für den Lebensalltag zu sammeln. Manchmal kehren sie nach Kur-
ende dann in ein Leben zurück, welches Ursache verschiedener Diagnosen war und meistens auch bleibt. Eine Mehrzahl der Eltern ist überwiegend psychisch stark belastet. Die Folge sind Burn-out, vegetative
Erschöpfung, Überforderung in der Erziehung, Schlafstörungen, innere Unruhe und teilweise auch physische Symptome, wie z. B. chronische Rückenschmerzen, Migräne, Allergien, Infekt-Anfälligkeit und immer häufiger Essstörungen.

Eine Kur kann die Lebensbedingungen in der Heimat nicht ändern, doch durch die Leistungen in einer Kurmaßnahme finden die Eltern an erster Stelle ZEIT, um im Hamsterrad des Familien- und Berufsalltags
stehen zu bleiben. In dieser Zeit haben sie die Möglichkeit, ihr Leben zu reflektieren und sich einfach mal um sich zu kümmern. Bemerkenswert ist die Beobachtung in der Praxis, dass viele Eltern in diesem Zeitfenster sehr unsicher werden. Durch die „Stresspause“ erkennen sie ihre persönlichen „Krankmacher“ und spüren den Drang nach Veränderung ihrer Lebenssituation. Psychologische Gespräche und Elterngesprächskreise helfen den Eltern, neue Lebenswege zu erkennen. Doch was kommt nach dieser Erkenntnis?

Es bleiben ragen offen, z. B. „Wie genau lebe ich meine Erkenntnisse Zuhause?“, „Wie überwinde ich meinen ‘inneren Schweinehund‘?“ oder „Wie ändere ich mein Verhalten, welches ich vielleicht schon seit Jahren gewohnt bin?“.

Diese Fragen finden ihre Antworten nicht in Beratung oder Input von Fachlektüre, sondern in individueller Einzelarbeit. Hier beginnt die interne Veränderung jeder Persönlichkeit. Das heißt, nur der Kunde selbst kennt die Antworten auf die o. g. Fragen. Hier beginnt der Arbeitseinsatz von COACHING und TRAINING!

Was ist Coaching?
Coaching ist die Steigerung von Beratung und beinhaltet Lern- und Entwicklungsprozesse, die die ganze Persönlichkeit mit einbeziehen, d. h. es geht insbesondere um die interne Veränderung. Das wiederum bedeutet, dass es nicht vorrangig um Problemlösung geht, sondern vielmehr um Problemlösungsverhalten.

Was ist Training?
Training ist die Folge von Coaching. Hier geht es darum, die erkannten Stärken auszubauen, Fehverhalten zu erkennen und dieses durch Positivhaltung zu ersetzen. Ein Trainer entwickelt mit dem Kunden klare Auftragsübungen und es wird solange geübt, bis sich das neue automatisiert hat.

1. Fallbeispiel:
Frau S. leidet unter massivem Übergewicht. Trotz einer hohen Fachkompetenz zum Thema Ernährung und Sport schafft sie es nicht, ihr Normalgewicht zu erreichen. Nach zwei Coachingstunden hatte Frau S. erkannt,
welche positive Absicht hinter dem Übergewicht steckte – sie wollte „Raum einnehmen und sich Platz schaffen“. Wir erarbeiteten ein neues Verhalten, um „Raum einzunehmen“. Sie lernte durch Haltungsänderung und Sprache, sich Platz zu schaffen und das Thema Diät rückte in den Hintergrund. Durch die neue Strategie und ihr gutes Fachwissen hatte gesunde Ernährung und Sport nun Platz in ihrem Leben.
In einem Zeitfenster von 14 Tagen wurde der „ innere Wandel“ deutlich erkennbar. Ihre Sprache war positiv, ihre Körperhaltung offen und ganz nebenbei hatte sie zwei Kilogramm abgenommen.

2. Fallbeispiel:
Frau W. hatte Probleme mit ihrem 10-jährigen Sohn. Sie hatten täglich Streit, häufig war der Auslöser Computer, Fernsehen, Schulleistungen. Frau W. hatte das Gefühl, ihr Sohn habe ihr gegenüber zu wenig Respekt. Ihre Worte waren: „Er macht was er will und er lässt sich nichts mehr sagen.“
Nach einer Coachingstunde war Frau W. klar, was ihr Sohn wirklich braucht. Durch eine Übung, in der sich Fr. W. in die Lage ihres Sohnes versetzte, konnte sie mit allen Sinnen wahrnehmen, was ihr Sohn braucht. Es war Orientierung und liebevolle Zuwendung. In einem zweiten Schritt erarbeiteten wir gemeinsam, wie Frau W. dies geben kann.
Nach einer Woche bereits war ein deutliches Miteinander von Mutter und Sohn erkennbar. So wird beispielsweise gemeinsam besprochen, wann Computer gespielt werden darf. Durch die innere Veränderung ist nun ein gefühlvolles Miteinander möglich.

Die Leistungsergänzung durch den neuen Arbeitsbereich Coaching und Training optimiert die ganzheitliche Gesundheitsprävention bezogen auf das Ziel einer Kurmaßnahme. Die Eltern nehmen da neue Angebot gerne an und sind immer wieder erstaunt, wie schnell sie durch ihre innere Veränderungen Lösungen für ihre „Krankmacher“ finden.

Eltern-Kind-Vorsorgeklinik „Kurhaus Baltic“:

Tel. 04367 995-0 ♦ E-Mail: kurhaus-baltic@aw-kur.dewww.kurhaus-grossenbrode.dewww.aw-kur.de

 

Ergänzende Ernährungsumstellung mit Kochtraining in der Nordseeklinik Erlengrund / Büsum / Nordsee

Erkrankungen, die durch falsches Essverhalten und eine ungesunde Lebensweise bedingt oder gefördert werden, nehmen immer weiter zu. Die Behandlung dieser Wohlstandskrankheiten verursacht inzwischen immense Kosten. Prävention und Therapie dieser Erkrankungen wurden lange vernachlässigt.

Erst in den letzten Jahren wurde die Notwendigkeit einer frühzeitigen und konsequenten Behandlung durch präventive, vorbeugende Maßnahmen erkannt. Bei der Behandlung von ernährungsabhängigen Erkrankungen, wie Haltungsschäden, Rückenschmerzen, Bluthochdruck und Stoffwechselerkrankungen wird in unserer Nordseeklinik Erlengrund ein ganzheitliches Therapiekonzept praktiziert. Wir möchten Sie dabei unterstützen, Ihr Leben leichter zu machen, zu lernen wahrzunehmen, was Ihr Körper wirklich braucht und die ihr Selbst-Bewusstsein zu stärken.

Während des Aufenthaltes in der Nordseeklinik Erlengrund werden Sie durch unser psycho-soziales Team und unsere Ernährungsfachkräfte betreut. Im Mittelpunkt stehen dabei die Grundlagen der gesunden Ernährung, die tägliche Selbsterfahrung mit der neuen Ernährungsweise sowie praktische Hilfen bei der Umsetzung der neuen Erkenntnisse in Form von Einzelgesprächen, Ernährungsvorträgen und Kochtraining.

Die ernährungstherapeutischen Maßnahmen werden dabei durch Bewegungstherapie und verhaltenstherapeutische Angebote ergänzt.

Eine wichtige Herausforderung für uns ist dabei:

Lassen sich die neuen Lebens- und Ernährungsweisen auch im Alltag beibehalten?                    

Denn eines ist klar: Nur durch eine nachhaltige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten können die während des Aufenthaltes erreichten Erfolge auch langfristig gesichert werden.

Dass gesunde Ernährung Spaß macht und das Wohlbefinden und die Gesundheit fördert, soll Ihr Bewusstsein stärken und Sie dazu motivieren, dabei zu bleiben. Gesunde Ernährung bedeutet nicht Verbot, Geschmacksarmut oder aufwändige Zubereitung, Gewichtsreduktion nicht Hungern und Verzicht.

Hierüber aufgeklärt lernen die Patientinnen bereits von Anfang an, wie die erfolgreiche „Hilfe zur Selbsthilfe“ aussehen kann. Die Umsetzung im Alltag wird unterstützt durch Verhaltenstraining, Informationsmaterialien in Text- und Bildform, durch viele praktische Tipps und durch unser Kochtraining.

Doris Mausbach und das Team von der Nordseeklinik Erlengrund

Nordseeklinik Erlengrund:

Tel. 04835 9511-0 ♦ E-Mail: awo.erlengrund.buesum@awo-ofr-mfr.dewww.awobuesum.de

 

Schwerpunktmaßnahme in der AWO Klinik Zur Solequelle: Erwachsene in Pflegeverantwortung

Einsatzbereitschaft rund um die Uhr birgt die Gefahr der sozialen Isolation. Extreme körperliche Belastungen und dauerhafte Schlafstörungen können Ihre Gesundheit negativ beeinflussen bis hin zu psychischer und physischer Erschöpfung.

Während unserer Schwerpunktmaßnahme „Erwachsene in Pflegeverantwortung“ haben Sie die Chance Gleichbetroffene und ihre Geschichte kennenzulernen und sich auszutauschen. Neben sachlichen Informationen rund ums Thema Pflege zeigen wir Ihnen individuelle Wege mit ihrer Pflegesituation umzugehen und unterstützen Sie dabei Netzwerke zu bilden. Durch Spiel und Sport helfen wir Ihre Energiereserven aufzuladen, neue Lebensfreude zu gewinnen und so wieder zu einem gesunden und ausgeglichenem Lebensstil zurück zu finden.

Klinik Zur Solequelle:

Tel. 09841 6698-0 ♦ E-Mail: awo.solequelle.badwindsheim@awo-ofr-mfr.dewww.awo-solequelle.de

 

Finden Sie in der Seenlandklinik Lindenhof einen anderen, beschwingenden Weg aus dem Burnout

Gemeinsam mit uns die tiefliegenden Gründe einer nachhaltig empfundenen Überforderung, erhöhten Reizbarkeit, fehlender Lebensfreude und dem Gefühl sich selbst zu verlieren, herausfinden.

Wir verfügen über langjährige Erfahrungen auf den Gebieten der Psychotherapie, Medizin, Naturheilverfahren, Physiotherapie, Pädagogik, Sport, Entspannungslehren, Coaching- und Copingstrategien, Personaltraining. Zusammen mit unserer Freude für Sie da zu sein, fließen eine herzliche Atmosphäre und unsere poetischen Angebote wie z. B. Märchentherapie und heilsame Poesie in unsere Behandlungsmethoden einer Burnout-Erkrankung ein.

Es kann ungeahnte Freude bereiten, ohne Leistungsdruck sich dieses Leidens anzunehmen, um sich danach gestärkt, entspannt und lebensfroh zu empfinden.

AWO Seenlandklinik Lindenhof:

Tel. 09831 6728-0 ♦ E-Mail: awo.lindenhof.gunzenhausen@awo-ofr-mfr.dewww.awo-lindenhof.de

 

Neuer Schwerpunkt der Mutter-Kind-Klinik „Anne Frank“: Behandlung von Ängsten und Angststörungen

Neben Depressionen sind Angststörungen eine der häufigsten psychischen Erkrankungen bei Frauen. Die Angsterkrankung eines Familienangehörigen wirkt sich auf das gesamte Familiensystem aus und ist verbunden mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensfreude und der Lebensqualität.

Ziel der Behandlung ist die Integration von Angst als natürliches und lebens- notwendiges Phänomen, das an Schärfe verliert, indem es akzeptiert wird. Die Basis der Behandlung bildet eine themenzentrierte Kleingruppe unter Anleitung einer Psychologin.

Dabei werden einerseits fachspezifische Informationen vermittelt und andererseits eine schrittweise Konfrontation mit den angstbesetzten Situationen theoretisch und praktisch angeleitet. Die Patientinnen erfahren dabei, dass die Angstsymptomatik nach einer gewissen Zeit abklingt, verlieren dadurch ihre Erwartungs-Angst und trauen sich schließlich, ihr Vermeidungs- und ihr Sicherheitsverhalten aufzugeben.

Die Gruppenkonstellation (5-7 Frauen) ermöglicht eine intensive Entwicklung von Vertrauen und Offenheit, aber auch von intensiver interaktiver Auseinandersetzung mit dem Thema Angst. Der Austausch mit anderen Betroffenen wirkt entlastend. Gegenseitige Ermutigung und Verständnis wirken sich positiv auf den Therapieprozess aus.

Am 9. Oktober 2013 bietet die Mutter-Kind-Klinik „Anne Frank“ eine Fachtagung für Kurberater/Innen zum Thema „Behandlung von Ängsten und Angststörungen im Rahmen einer Mutter-Kind-Kur“ an. Die Schwerpunktkuren zu diesem Thema werden im Jahr 2014 in den Monaten Januar, Oktober und November angeboten.

Mutter-Kind-Vorsorgeklinik "Anne Frank"

Tel. 06404 5059-0 ♦ E-Mail: laub-post@awo-hessensued.dewww.awo-hessensued.de